Zurueck in Salvador. Wir sind ueber Fortaleza nach Recife geflogen, haben uns Olinda angeschaut (wunderschoene Altstadt) und sind heute nach Salvador weitergeflogen.
Olinda hat eine sehr angenehme und entspannte Atmosphaere. Donnerstagabend (und das ganze Wochenende) war irgendein Heiligentag. Das wird in Brasilien natuerlich sofort ausgenutzt und gefeiert ohne Ende. Wir haben dann auch an irgendeiner Prozession teilgenommen. Ein Riesenspass, Getrommele und Caipirinhas die ausschliesslich aus Cachaca bestehen. Der Buergermeister klopft uns noch kameradschaftlich auf die Schulter (Haelt uns fuer Freunde eines Freundes aus den USA mit dem wir uns nur kurz unterhalten haben). Man kennt sich in Olinda. Der weitere Verlauf des Abends ist uns nicht mehr ganz in Erinnerung...aber es wohnen wirklich sehr interessante Menschen aus Film, Kunst und Musik im Altstadtviertel und wir fuehren viele radegebrochene (?) Gespraeche.
Wir starten gleich wehmuetig unseren letzten Abend hier in Brasilien, tauchen nochmal ein in die musikgefuellten Gassen Salvadors (Es ist ja gluecklicherweise Heiligentag, da ist alles noch ein wenig lauter und ordentlich was los).
Liebe Gruesse,
Lilli und Obi.
Freitag, 29. Juni 2007
Samstag, 23. Juni 2007
Hallo zusammen,
uns geht es noch immer sehr gut hier in Brasilien, wir freuen uns allerdings auch schon wieder sehr auf Deutschland. Auf JEVER (!), auf ameisenfreie Betten, auf angenehmere Temperaturen(?), auf mehr als 10 Woerter zur Artikulation, auf Kleider zum wechseln und natuerlich auf euch.
Heute leider keine Fotos, deshalb im Folgenden einiges zum Wesen des Brasilianers:
Brasilianer stehen sehr gerne und ausdauernd in Schlangen und warten, warten, warten. Vor Geldautomaten, der Post und dem Bus reicht die Schlange gerne mal um das Gebaeude herum. Es gibt viele Gruende warum diese Schlangen entstehen: Im Supermarkt z.B. soll es vorkommen, dass Kassierer waehrend des Abrechnens vornueberkippen und einschlafen (Wir vermuten deshalb gibt es die abgerundeten Ecken an den Kassen). Man macht sich da kein Bild wie langsam man abkassieren kann. Objektive Schaetzungen gehen von der fuenfzehnfachen Warteschlangenvernichtungskapazitaet einer Aldi-Kassiererin im Vergleich zum Brasilianischen Mercado aus.
Grosses Dorffest. Feuerholz wird aufgeschichtet, fuer das grosse, abendliche Fest-Feuer. Irgendwer bringt die Wimpelketten an, spannt sie zwischen den Staenden, Baumen rund um den Platz und - das erste was uns am Morgen schon auffaellt: Direkt ueber das Feuerholz! Das merkt hier keiner! Den ganzen Tag nicht! Abends steigt die Stimmung, das Feuer wird entzuendet, die Dekoration fackelt ab.
Durchaus exemplarisch fuer die Mentalitaet hier. Vielleicht denkt mancher Brasilianer in manchen Bereichen nicht ganz so oft an die Folgen seines Handelns.
(Die Nachbarlaender sollen sogar spotten, dass das brasilianische faschistische Regime (das bis `42 auf Seiten der Nazis kaempfte) so gar nicht richtig faschistisch war, bzw. die Brasilianer selbst eine Diktatur nicht so richtig durchorganisieren konnten.)
Was die Deutschen nach der Landung im Flugzeug, sind die Brasilianer beim Sonnenuntergang auf dem Berg. Nachdem die Sonne erfolgreich im Meer verschwunden ist, setzt jubelnder Beifall ein. Hat se gut gemacht!
Sonntag. Der Brasilianer geht an den Strand. Das Rauschen des Meeres und die wohlige Ruhe der Natur sind jedoch nur von kurzer Dauer (und vielleicht auch gar nicht erwuenscht?), denn bald werden die Kofferraume der Autos aufgeklappt und - die kleinen Prolo-Jungs aus den deutschen Doerfern koennen nach Hause gehen - Soundanlagen die wir sonst nur von Festivals kennen werden aufgedreht. Und das alle 10 Meter. Man kann mit etwas Glueck also durchaus fuenf verschiedene Lieder gleichzeitig anhoeren. Ein Traum!
Liebe Gruesse,
Lilli und Obi.
uns geht es noch immer sehr gut hier in Brasilien, wir freuen uns allerdings auch schon wieder sehr auf Deutschland. Auf JEVER (!), auf ameisenfreie Betten, auf angenehmere Temperaturen(?), auf mehr als 10 Woerter zur Artikulation, auf Kleider zum wechseln und natuerlich auf euch.
Heute leider keine Fotos, deshalb im Folgenden einiges zum Wesen des Brasilianers:
Brasilianer stehen sehr gerne und ausdauernd in Schlangen und warten, warten, warten. Vor Geldautomaten, der Post und dem Bus reicht die Schlange gerne mal um das Gebaeude herum. Es gibt viele Gruende warum diese Schlangen entstehen: Im Supermarkt z.B. soll es vorkommen, dass Kassierer waehrend des Abrechnens vornueberkippen und einschlafen (Wir vermuten deshalb gibt es die abgerundeten Ecken an den Kassen). Man macht sich da kein Bild wie langsam man abkassieren kann. Objektive Schaetzungen gehen von der fuenfzehnfachen Warteschlangenvernichtungskapazitaet einer Aldi-Kassiererin im Vergleich zum Brasilianischen Mercado aus.
Grosses Dorffest. Feuerholz wird aufgeschichtet, fuer das grosse, abendliche Fest-Feuer. Irgendwer bringt die Wimpelketten an, spannt sie zwischen den Staenden, Baumen rund um den Platz und - das erste was uns am Morgen schon auffaellt: Direkt ueber das Feuerholz! Das merkt hier keiner! Den ganzen Tag nicht! Abends steigt die Stimmung, das Feuer wird entzuendet, die Dekoration fackelt ab.
Durchaus exemplarisch fuer die Mentalitaet hier. Vielleicht denkt mancher Brasilianer in manchen Bereichen nicht ganz so oft an die Folgen seines Handelns.
(Die Nachbarlaender sollen sogar spotten, dass das brasilianische faschistische Regime (das bis `42 auf Seiten der Nazis kaempfte) so gar nicht richtig faschistisch war, bzw. die Brasilianer selbst eine Diktatur nicht so richtig durchorganisieren konnten.)
Was die Deutschen nach der Landung im Flugzeug, sind die Brasilianer beim Sonnenuntergang auf dem Berg. Nachdem die Sonne erfolgreich im Meer verschwunden ist, setzt jubelnder Beifall ein. Hat se gut gemacht!
Sonntag. Der Brasilianer geht an den Strand. Das Rauschen des Meeres und die wohlige Ruhe der Natur sind jedoch nur von kurzer Dauer (und vielleicht auch gar nicht erwuenscht?), denn bald werden die Kofferraume der Autos aufgeklappt und - die kleinen Prolo-Jungs aus den deutschen Doerfern koennen nach Hause gehen - Soundanlagen die wir sonst nur von Festivals kennen werden aufgedreht. Und das alle 10 Meter. Man kann mit etwas Glueck also durchaus fuenf verschiedene Lieder gleichzeitig anhoeren. Ein Traum!
Liebe Gruesse,
Lilli und Obi.
Sonntag, 17. Juni 2007
Hey,
es ist spaet, der Rechner ist schonmal abgestuerzt und das Bloggen dauert auf diesem PC ewig. Deshalb nur kurz einige Bilder mit Kommentaren.

Schoene Fototapete.
Baheirreinas - Asgangspunkt in den Nationalpark Lencois M.
Im Nationalpark: Unendliche Duenen, endlich Wasser!
es ist spaet, der Rechner ist schonmal abgestuerzt und das Bloggen dauert auf diesem PC ewig. Deshalb nur kurz einige Bilder mit Kommentaren.
Vorneweg, zur Einstimmung, der klassische Kitsch-Sonnenuntergang ueber unserem Hotel in Paulino Neves.
Auf vielfachen Wunsch: Die Kinder leben noch, hier im Baywatch-Dschungeleinsatz mit Speedboat.
Liebste Gruesse,
Lilli und Obi.
P.S.: Aufgrund der Nachfrage: Am 1.Juli landen wir wieder in Frankfurt.
P.P.S.: @Karina: Super Idee. Bin dabei. Wieso Sprinter nach Frankfurt Main?
Montag, 11. Juni 2007
Sao Luis
Hallo,
wir haben den Amazonas wieder hinter uns gelassen und sind in Sao Luis angekommen.
Wir haben einige Tage in Belem festgesessen, da die Geldautomaten aus ungeklaerten Gruenden keine Verbindung ins Ausland herstellen konnten. (Man stelle sich mal vor: In einer Grossstadt mit 1,4 Mil. Einwohnern gehen alle Automaten nicht!)
Es gab Tage da konnten wir uns nicht mal Wasser kaufen und mussten ausschliesslich in Hilton & Co. dinieren, da diese als einzige VISA per Unterschrift akzeptieren. Guenstig, guenstig waren diese Tage...
Im folgenden wie immer einige Bilder (Die wunderschoenen Sonnenuntergaenge am Amazonas konnten wir aus Angst um unsere Kamera leider nicht festhalten):
RIO!
Es war einfach so schoen, deshalb noch Fotos obwohl wir schon 3000km weiter noerdlich sind.
Blick vom Cristo auf den Zuckerhut.
Blick vom Cristo auf den Zuckerhut.
RIO INTERNATIONAL AIROPOIRT!
6:30 - Die Frisur sitzt.
Unser erster Sonnenaufgang in Brasilien.
Belém - Hafen - Amazonas
Oben kreisen die Geier, in der Mitte verwelkt die Bluete vergangener (Kolonial-)Zeiten, unten riecht es streng nach Fisch...wie dieses Bild, so die ganze Stadt.
Anflug auf Belém
Drumherum Amazonas, innendrin tausende funktionsUNfaehige Geldautomaten.
Liebe Gruesse,
Lilli und Obi
Dienstag, 5. Juni 2007
Hi,
im Folgenden ein paar Bilder aus Rio.
im Folgenden ein paar Bilder aus Rio.
Die Stadt zieht selbst die Wurst unserer wahrlich hochgesteckten Erwartungen noch mit links vom Teller.
Ganz anders als das bisherige Brasilien: geschmackvoll, glamouroes, reich und schoen (im Zentrum) und endlisch mal wieder normaale Leude hier: Schwule mit Pudel, Lesende mit Brille und Buch oder Zeitung, Businessmen im Anzug und Menschen die Englisch sprechen koennen... Alles in allem Typen die uns bisher in Brasilien eher selten begegnet sind.
An den Straenden ist man nie allein: fliegende Haendler nerven einen im Minutentakt. (Wichtig: Leassige Verneinung per Zeigefinger, abgeschaut von den Einheimischen, entlastet die Stimme und Nerven und wird sofort verstanden.)
Morgen frueh um 8:30 geht der Flug in den Norden nach Belem.
Liebe Gruesse an euch alle,
Lilli und Obi
@Sascha: Danke fuer die Tipps. Leider waren es besagte Cafezinhos, die meist duenn sind. Hier in Rio ist das alles anders, die scheinen hier mehr Geschmack zu haben als die Leute im Norden. Die Saefte sind wirklich der Knaller (bis zu 40 Sorten), kaum teurer als Wasser trinken wir sie in rauhen Mengen.
@Sascha: Danke fuer die Tipps. Leider waren es besagte Cafezinhos, die meist duenn sind. Hier in Rio ist das alles anders, die scheinen hier mehr Geschmack zu haben als die Leute im Norden. Die Saefte sind wirklich der Knaller (bis zu 40 Sorten), kaum teurer als Wasser trinken wir sie in rauhen Mengen.
Abonnieren
Posts (Atom)