Samstag, 23. Juni 2007

Hallo zusammen,

uns geht es noch immer sehr gut hier in Brasilien, wir freuen uns allerdings auch schon wieder sehr auf Deutschland. Auf JEVER (!), auf ameisenfreie Betten, auf angenehmere Temperaturen(?), auf mehr als 10 Woerter zur Artikulation, auf Kleider zum wechseln und natuerlich auf euch.

Heute leider keine Fotos, deshalb im Folgenden einiges zum Wesen des Brasilianers:

Brasilianer stehen sehr gerne und ausdauernd in Schlangen und warten, warten, warten. Vor Geldautomaten, der Post und dem Bus reicht die Schlange gerne mal um das Gebaeude herum. Es gibt viele Gruende warum diese Schlangen entstehen: Im Supermarkt z.B. soll es vorkommen, dass Kassierer waehrend des Abrechnens vornueberkippen und einschlafen (Wir vermuten deshalb gibt es die abgerundeten Ecken an den Kassen). Man macht sich da kein Bild wie langsam man abkassieren kann. Objektive Schaetzungen gehen von der fuenfzehnfachen Warteschlangenvernichtungskapazitaet einer Aldi-Kassiererin im Vergleich zum Brasilianischen Mercado aus.

Grosses Dorffest. Feuerholz wird aufgeschichtet, fuer das grosse, abendliche Fest-Feuer. Irgendwer bringt die Wimpelketten an, spannt sie zwischen den Staenden, Baumen rund um den Platz und - das erste was uns am Morgen schon auffaellt: Direkt ueber das Feuerholz! Das merkt hier keiner! Den ganzen Tag nicht! Abends steigt die Stimmung, das Feuer wird entzuendet, die Dekoration fackelt ab.
Durchaus exemplarisch fuer die Mentalitaet hier. Vielleicht denkt mancher Brasilianer in manchen Bereichen nicht ganz so oft an die Folgen seines Handelns.
(Die Nachbarlaender sollen sogar spotten, dass das brasilianische faschistische Regime (das bis `42 auf Seiten der Nazis kaempfte) so gar nicht richtig faschistisch war, bzw. die Brasilianer selbst eine Diktatur nicht so richtig durchorganisieren konnten.)

Was die Deutschen nach der Landung im Flugzeug, sind die Brasilianer beim Sonnenuntergang auf dem Berg. Nachdem die Sonne erfolgreich im Meer verschwunden ist, setzt jubelnder Beifall ein. Hat se gut gemacht!

Sonntag. Der Brasilianer geht an den Strand. Das Rauschen des Meeres und die wohlige Ruhe der Natur sind jedoch nur von kurzer Dauer (und vielleicht auch gar nicht erwuenscht?), denn bald werden die Kofferraume der Autos aufgeklappt und - die kleinen Prolo-Jungs aus den deutschen Doerfern koennen nach Hause gehen - Soundanlagen die wir sonst nur von Festivals kennen werden aufgedreht. Und das alle 10 Meter. Man kann mit etwas Glueck also durchaus fuenf verschiedene Lieder gleichzeitig anhoeren. Ein Traum!

Liebe Gruesse,
Lilli und Obi.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

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